Veranstaltungsdetails
Zehn Jahre IKOE-Ideenwerkstatt der AGSA: Die 15. Auflage als Jubiläum eines bewährten Formats – viele Erinnerungen und intensiver Austausch im Kloster Drübeck
Magdeburg
Bei der bewährten IKOE-Ideenwerkstatt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. (AGSA) haben Vertretungen der Landkreise und kreisfreien Städte am 23. und 24. April 2026 an die zehnjährige Geschichte der Werkstätten erinnert und sich fachlich intensiv im Koster Drübeck bei Ilsenburg ausgetauscht.
Die IKOE-Ideenwerkstatt ist ein seit 2016 etabliertes Veranstaltungsformat für die Koordinierungsstellen für Integration und Migration der Landkreise und kreisfreien Städte Sachsen-Anhalts. Was einst als Plattform für fachlichen Wissenstransfer und kollegialen Austausch begann, feierte mit der 15. Ausgabe ein besonderes Jubiläum: Fast eine Dekade gemeinsamen Lernens, Vernetzens und Weiterentwickelns liegt hinter den Integrationskoordinator*innen des Landes.
Gleich zum Auftakt begaben sich die Teilnehmenden auf eine „Reise in die Vergangenheit“: anhand von Fotos der Ideenwerkstätten seit 2016 standen Erinnerungen verbunden mit so manch einer humorvollen Anekdote im Mittelpunkt. Eine zentrale Frage bei der 1. IKOE-Ideenwerkstatt lautete: Welche Argumente hast du dafür, dass wir uns in einem halben Jahr wiedertreffen? Und damals wie heute bleiben Punkte wie fachliche Weiterbildung, Strategieentwicklung und ein regelmäßiger kollegialer Austausch bestehen.
Rückblickend auf die vergangenen Werkstätten zeigte sich eine beeindruckende thematische Reise: Von frühen Fragen zum Rollenverständnis der Koordinierungsstellen über Fördermittelakquise und Integrationskonzepte bis hin zu Handlungsfeldern im ländlichen Raum hat das Format stets den Finger am Puls aktueller Herausforderungen gehabt. Die Stimmen der Teilnehmenden sprechen für sich: „Die Ideenwerkstatt war für mich auch in Hinsicht auf das Onboarding als neuer Integrationskoordinator wichtig, denn ich konnte sofort mit den neuen Kollegen in einen Austausch kommen. Hier können Fragen besprochen und kollegial beraten werden“, sagte ein Teilnehmer.
Einig waren sich die Teilnehmenden stets darin, dass die Ideenwerkstatt einen optimalen Austausch der Koordinierungsstellen mit dem Land bietet – ein Rahmen, der auch einen geschützten Raum für internen Austausch biete und professionell moderiert werde. Dieser regelmäßige Austausch sei enorm wichtig und stärke das kollegiale Gefühl. Und an diesem Punkt setzte die 15. Ideenwerkstatt wieder an und bettete kollegiale kommunenübergreifenden Arbeitstische beispielsweise zum Thema des Modellprojektes digitaler Einsatzfinder für Ehrenamtliche im Altmarkkreis Salzwedel in das Programm ein. Darüber hinaus gab es fachliche Workshops und Impulse zu „Resilienz als Schlüsselkompetenz in der Integrationsarbeit“.
Außerdem bildeten Impulsvorträge und Fachgespräche im Austausch mit den Teilnehmenden zum übergreifenden Thema der Arbeitsmarktintegration in Sachsen-Anhalt einen wichtigen Schwerpunkt. Zu Gast waren Koordinatorin Kerstin Mogdans und Koordinator Ingo Faber vom WelcomeCenter Sachsen-Anhalt, Dr. Thomas Kauer vom Caritasverband für das Bistum Magdeburg e.V. (Koordinator des IQ Netzwerks Sachsen-Anhalt), die die aktuellen Projektentwicklungen und Initiativen vorstellten. Einen weiteren Impuls gab Constanze Lehmann von der Kommunalen Beschäftigungsagentur Jobcenter Landkreis Harz (KoBa). Sie sprach zu Fragen und Problemen beim Rechtskreiswechsel für ukrainischen Geflüchteten.
Ebenfalls zu Gast bei der Ideenwerkstatt waren Abteilungsleiterin Dr. Kristin Körner sowie Björn Malycha und Aigul Zharylgassova vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt. Sie informierten unter anderem über eine neue Digitalisierungsplattform, die Evaluation des Landesintegrationskonzepts sowie Aktuelles zum Themenfeld Integration
Bei der Abschlussrunde ging IKOE-Projektleiterin Dr. Katja Michalak auf die aktuelle Situation des IKOE-Projekts ein. Die Koordinatorinnen und Koordinatoren äußerten die dringende Hoffnung, sich auch künftig in solch einer verlässlichen und kontinuierlichen Form regelmäßig treffen zu können.