Aktuelles, Termine & Veranstaltungen

Handreichung „Ein Werkzeugkoffer voll Vielfalt“ des IKOE-Projekts stand im Mittelpunkt von Workshop der Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg

Magdeburg

Die vom IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. entwickelte Handreichung „Ein Werkzeugkoffer voll Vielfalt“ bildete den Schwerpunkt eines Workshops, den die Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg innerhalb der Veranstaltungsreihe „Diversität in Schulen“ am 29. Januar 2026 im einewelt haus Magdeburg angeboten hat. Die rund 90 Seiten umfassende Broschüre richtet sich insbesondere an Schulen der Primar- und Sekundarstufe.

In der aktuellen Förderphase des IKOE-Projekts nimmt das Thema Interkulturelle Bildung mit der Entwicklung einer inklusiven und demokratischen Schulkultur breiten Raum ein. Die Handreichung „Ein Werkzeugkoffer voll Vielfalt: praxisorientierte Diversity-Methoden für den Schulalltag“ ist eine wichtige inhaltlich-fachliche Grundlage für die Aktivitäten des IKOE-Projekts im Bildungsbereich.

Die Broschüre beinhaltet beispielsweise konkrete Übungen und Fragebögen für Schulklassen unterteilt in Grundschule und Sekundarschule, Arbeitsblätter sowie umfangreiche Angaben zu weiterführender Literatur und Internetseiten. Berücksichtigt sind die sechs Diversitäts-Dimensionen Geschlecht und sexuelle Orientierung, Körperliche und geistige Fähigkeiten, Alter, Religion und Weltanschauung, Ethnizität und Hautfarbe sowie Soziale Herkunft.

Die Handreichung wurde im Rahmen eines gleichnamigen Kurzprojektes der AGSA entwickelt. Verantwortlich für Text und Redaktion waren die Projektleiterinnen Jana Back und Dr. Katja Michalak.

Zum Auftakt am 29. Januar 2026 leiteten Evelyn Roitzsch und Csaba Döme von der Netzwerkstelle „Schulerfolg“ Magdeburg einen intensiven Austausch u.a. zum Thema Vielfalt und Aspekten des Transfers und der Praxis mit den Teilnehmerinnen aus der Landeshauptstadt und dem Landkreis Börde. Übereinstimmend hieß es, dass sich die Schulen der Vielfalt in all ihren Dimensionen stärker widmen müssen, allerdings die Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und weiteres pädagogisches Fachpersonal zugleich auch vor großen Herausforderungen bei der Umsetzung dieses Vorhabens stehen.

IKOE-Projektleiterin Dr. Katja Michalak stellte danach den „Werkzeugkoffer“ sowie u.a. die dort berücksichtigten Vielfaltsdimensionen und Methoden für besondere Unterrichtsformate vor; auf die Bedeutung von Vielfaltskompetenz und neue Perspektiven für die Vielfaltspädagogik ging Dr. Anna Maria Theren vom IKOE-Projekt ein.

Die Broschüre kann hier herunterladen werden (PDF-Datei).

Aufschlussreiche IKOE-Bildungswerkstatt „Mental starke Schule durch Vielfaltskompetenz“ in Magdeburg

Magdeburg

Rund 20 Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und pädagogische Fachkräfte aus Schulen und schulnahen Unterstützungssystemen nahmen am 9. Dezember 2025 an der Bildungswerkstatt „Mental starke Schule durch Vielfaltskompetenz – neue Perspektiven für eine psychisch stabile und diskriminierungsarme Schulgemeinschaft“ teil, zu der das IKOE-Projekt der Auslandsgesellschaft Sachsen-Anhalt e.V. in das einewelt haus Magdeburg eingeladen hatte.

Im Mittelpunkt der dreistündigen Veranstaltung standen Austausch, fachliche Impulse und praxisnahe Anregungen zur Förderung der mentalen Gesundheit in der Schulgemeinschaft. Vielfaltskompetenz wurde dabei als zentrale Strategie vorgestellt, um ein anerkennendes, wertschätzendes und diskriminierungsarmes Miteinander in einer zunehmend diversen Schullandschaft zu stärken.

Nach der Eröffnung und inhaltlichen Rahmung mit Blick auf die IKOE-Projektziele durch Dr. Katja Michalak, Projektleitung des IKOE-Projekts, setzte ein fachlicher Impuls von Dr. Anna Theren wichtige Akzente zur Bedeutung von Vielfaltskompetenz für eine mental starke Schule. Ergänzt wurde das Programm durch Expertinnenbeiträge von Kathrin Bosse und Franziska Starke, die aus Sicht der Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“ der Standorte Börde und Jerichower Land zentrale Erkenntnisse aus der HBSC-Studie für die Schulentwicklung einordneten. Es folgten praxisnahe Einblicke von Bettina Ballerstein von der schulpsychologischen Beratung des Landesschulamts Sachsen-Anhalt und Evelyn Roitzsch von der Netzwerkstelle „Schulerfolg sichern“ Magdeburg zum Thema mentale Gesundheit im schulischen Alltag.

Der Bereich Interkulturelle Bildung ist nach dem Verwaltungsbereich eine zweite wichtige Säule des IKOE-Projektes im Kontext der IKÖ-Öffnungsprozesse in Sachsen-Anhalt. Besonders kommunale Verwaltung und Bildungsinstitutionen bilden wichtige Schnittstellen im gesamtheitlichen IKÖ-Öffnungsprozess.

Ein zentrales Element der Bildungswerkstatt bildeten drei interaktive Mini-Workshops mit den Titeln „Ich bin okay“, „Du bist okay“ und „Wir sind okay“. In praktischen Übungen erprobten die Teilnehmenden Methoden zur Selbstreflexion, zum Perspektivwechsel sowie zur Förderung psychologischer Sicherheit und Teilhabe in Schule und Unterricht.

Die Ergebnisse der Bildungswerkstatt fließen in die Entwicklung eines Fortbildungskatalogs mit dem Titel „Mental starke Schule durch Vielfaltskompetenz“ ein, der künftig Lehr- und pädagogisches Fachpersonal an Schulen in Sachsen-Anhalt unterstützen soll.

Ansprechpartnerin: Dr. Anna Theren, anna.theren@agsa.de

Weiteres Personaler*innenfrühstück des IKOE-Projekts im Rahmen der Kooperation „Dessau lebt Weltoffenheit und Vielfalt“

Dessau-Roßlau

Das 9. Personaler*innenfrühstück des IKOE-Projekts der AGSA e.V. fand am 2. Dezember 2025 in Dessau-Roßlau statt. Das Format unterstützt die Kooperation „Dessau lebt Weltoffenheit und Vielfalt“ zwischen der Stadtverwaltung, dem Umweltbundesamt und der Hochschule Anhalt bei der praxisorientierten Umsetzung von Diversity-Kompetenz.

Personalverantwortliche der drei Institutionen erarbeiten in dreistündigen Workshops konkrete Handlungsansätze zu Themen wie diskriminierungskritischem Diversity-Ansätzen, Argumentationsstrategien gegen diskriminierende Äußerungen, dem Erkennen von Unconscious Bias in Bewerbungsverfahren sowie vielfaltsorientierter Führungskultur und entsprechenden Weiterbildungsansätzen.

Bereits für das Jahr 2026 ist das 10. Personaler*innenfrühstück geplant, das den differenzsensiblen und diskriminierungskritischen Umgang mit künstlicher Intelligenz im Personalbereich in den Fokus rückt.

Gefördert durch:  Logos der Förderer